Champagner: Wenn „dry" nicht gleich trocken ist

Wein und Champagner werden mit vielen Bezeichnungen mal mehr, mal weniger treffend beschrieben. Für Verwirrung sorgt des Öfteren die Charakterisierung „dry“ oder „trocken“. Denn nicht jeder trockene Champagner ist so trocken, wie das Etikett den Laien vermuten lässt. Deshalb besteht Klärungsbedarf.

Champagnersorten erkennen Sie an der Angabe der Dosage.

Champagner: „Dry“ ist nicht gleich trocken

Die Verwirrung ergibt sich aus der Tatsache, dass – gemäß seiner Herkunft, meist französische Begriffe genutzt werden, um den Champagner zu beschreiben. Ob es sich nun um einen Baron Rothschild Champagner handelt oder einen anderen kostbaren Tropfen, spielt dabei kaum eine Rolle. Hinzu kommt, dass mit „trocken“ eigentlich bezeichnet wird, wieviel Restsüße ein Champagner aufweist. Diese Angabe erfolgt, indem ermittelt wird, wie viel Gramm Zucker pro Liter Champagner enthalten sind. Mit diesem Wissen im Hinterkopf kann man sich also schon denken, dass 0 bis 3 Gramm Restzucker pro Liter extrem trocken sind. Für gewöhnlich wird dies auf den Flaschen des sogenannten Brut nature oder naturherb nicht einmal kenntlich gemacht. Ebenfalls wird meist beim Extra Brut bzw. naturherb mit 0 bis 6 Gramm Restzucker auf die Angabe der Dosage verzichtet.

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Champagner: der Brut, der Klassiker

Besonders beliebt ist der Brut, der als herb eingestuft wird und über 0 bis 12 Gramm Restzucker verfügt. Dieser ist ein wenig trocken, aber in der Regel gut ausbalanciert und gerade deshalb so beliebt. Die Bezeichnung für extratrockenen Champagner extra dry liest sich oftmals auf der Prosecco-Flasche. Mit 12 bis 17 Gramm Restzucker ist dieser schon recht süß, aber immer noch trocken. Als dry und damit trocken bezeichnet man Champagner mit 17 bis 32 Gramm Restzucker, als medium-dry, halbtrocken oder demi-Sec einen Champagner mit 32 bis 50 Gramm Restzucker. Bei beiden impliziert dry oder trocken eben jenen Geschmack, doch sind diese Champagner schon reichlich süß. Sie werden nur vom Champagner doux übertrumpft, dem süßen Champagner, der über mehr als 50 Gramm Restzucker verfügt und deshalb in die Kategorie des Dessertweines fällt.